Woher bekam die Erde ihr Wasser?

 

Die meisten Wissenschaftler nehmen heute an, dass die ersten Formen des Lebens im Meere entstanden. Doch bevor wir darauf näher eingehen, wollen wir einen Blick auf die Entstehung der Erde und der Meere selbst tun.
Darüber gibt es eine ziemlich allgemein anerkannte Theorie. Man nimmt an, dass Wolken von kosmischem Staub sich zu einer Kugel aus glutflüssigem gestern verdichteten. Glühend heißer Wasserdampf kühlte am Rande der Abkühlung an stürzte in gewaltigen Güssen auf die kehrte sofort als Wasserdampf wieder Millionen von Jahren war alles Wasser der Erde ein Teil der Atmosphäre. In diesen uns fast unendlichen scheinenden Zeiträumen verlor die Erde allmählich so viel Wärme an den Weltraum, dass auch ihre glutflüssige Oberfläche nun in allmählich abkühlte und schließlich eine steinerne Kruste bekam. Nach Jahrmillionen war die Temperatur der Erdoberfläche so weit gesunken, dass eines Tages ein Regenguss nicht sofort wieder verdunstete, sondern eine Zeitlang als Wasserlache stehen blieb. Damit begann die Arbeit des Wassers an der Erdoberfläche. Denn nun folgte eine wahre Sintflut. Das Wasser, das solange einen Teil der Atmosphäre gebildet hatte, stürzte nun in endlosem Wirbel auf die Erde nieder, stieg als Dampf wieder auf und stürzte alsbald erneut in Wolkenbrüchen herab. Nach und nach sammelte sich an den tiefsten Stellen der Erdoberfläche jener teil des Wassers, der nicht mehr verdunstete. Unter Blitz und Donner begann sich das Urmeer zu bilden. Die Blitze zuckten durch den Himmel; aber es war niemand da, der sie sah. Die Erde war noch ohne Leben.

 

Quelle: "Fische" von Geoffrey Coe, Neuer Tessloff Verlag 1969, gefunden von Betül Sahintas, 7c